Fado

Fado

Fado in Lissabon

Wer nach Lissabon reist, kommt an Fado nicht vorbei. In allen Straßen und Gassen der Stadt am Tejo hört man die schwermütigen Klänge des „portugiesischen Blues“.

Das Wort Fado stammt vom lateinischen „fatum“ (Schicksal) ab. Es gibt verschiedene Theorien zu den Ursprüngen dieses einzigartigen in Portugal heimischen Musikstils. Der Fado ist die vertonte Seele Portugals. Er erzählt von Licht und Schatten, Freude und Nostalgie, der Lust am leid und am Leben. Die einen meinen, der schwermütige Gesang wäre mit den Mauren und deren religiösen Gebetsmelodien nach Portugal gekommen. Andere vertreten die These, brasilianische Sklaven hätten ihr Wehklagen in traurigen Liedern zum Ausdruck gebracht, und die Seefahrer sollen die Texte und Melodien dann mit ihren Erlebnissen vermischt und weiterentwickelt haben. Wieder andere bringen den Fado mit dem Minnegesang des Mittelalters in Verbindung. Schließlich wurden auch hier Liebe, Leid und Heldentum thematisiert. Wer auch immer Recht behält, ihren Anfang nahm die Geschichte der schicksalsschwangeren Weisen in Moll in den Spelunken der Hafenviertel. Dort wurden sie von „marinheiros“ (Seeleuten), Gaunern und Prostituierten als Musik des einfachen Volks gesungen. (mehr …)

10 Fragen an Tânia Cardoso und Rodrigo Crespo von Canto Hondo

Canto Hondo

Wie abgemacht trafen wir uns mit Tânia und Rodrigo von Canto Hondo im Café Tati vor ihrem Auftritt. Es wurde ein denkwürdiger Abend und ein wirklich lustiges, teilweise liebevoll chaotisches Interview. Aus den 10 Fragen wurden 8, aus den kurzen Antworten wurden ausführliche. Gespickt mit zunehmendem Lampenfieber, Anrufen von Bandmitglied João Luís, der etwas zu spät dran war und dem gediegenen Trubel des Cafés. Wir haben jede Sekunde genossen! (mehr …)

Canto Hondo

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Auf musikalischen Pfaden mit Canto Hondo

Canto Hondo – das sind Tânia Cardoso (Vocals), Rodrigo Crespo (Gitarre & Vocals) und João Luís (Percussions). Canto Hondo ist eine Reise. Eine Reise auf alten, tief verwurzelten Pfaden durch die Welt portugiesischer Musik, Poesie und Theater. Canto Hondo ist eine Erfahrung. Eine Begegnung … (mehr …)

Restaurant „Duetos da Sé“ in Lissabon

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Das Restaurant „Duetos da Sé“ in Lissabon – Über gutes Essen, tolle Musik und einen Vollblutgastronomen

Es wurde ein ganz besonderer Abend. Wir machten uns mal wieder spontan auf die Socken, um am Wochenende ein neues Restaurant auszuprobieren. Ohne genaues Ziel und somit ohne eine Reservierung, trieb es uns Richtung Kathedrale Sé in Alfama. Nach einer Absage wegen Überfüllung und einer Begegnung mit dem wohl unfreundlichsten Kellnern der Stadt standen wir – zum Glück! – endlich Carlos gegenüber. Der Inhaber des kleinen, urigen Restaurants in der Travessa Do Almargem schaute uns zunächst etwas ungläubig an. „Ihr habt echt keine Reservierung? Am Samstag?“ Doch Carlos ist ein Mensch, der sich wirklich bemüht, allen Gästen ein Höchstmaß an Service zu gewährleisten. Wir bekamen nach etwas Umorganisation einen kleinen Tisch, und ein sagenhafter Abend nahm seinen Lauf … (mehr …)

Saudade

Saudade

Man sagt den Portugiesen nach, sie seien rückwärtsgewandt und schicksalsergeben. È assim a vida! –So ist das Leben! Sogar die Acht-Uhr-Nachrichten werden mit diesem fatalistischen Spruch beendet.

Die Melancholie liegt wie ein Schleier über Portugal – Womöglich ist Portugal das einzige Land, das in selbstversunkener Melancholie schwelgt und sich ausdrücklich dazu bekennt. Wenn man es genau nimmt, lebt es gar davon. Ob in Reiseführern oder bei Schriftstellern aus aller Welt: An der „saudade“ kommt niemand vorbei, wenn von Portugal die Rede ist. (mehr …)

Panteão Nacional Lisboa

Lissabon Pantheon Aussen

Das Panteão Nacional (nationales Pantheon) in Lissabon

Wie schon in dem Beitrag über das Castel de São Jorge beschrieben, ist die Nebensaison die beste Zeit, um die zahlreichen Sehenswürdigkeiten in Lissabon zu besichtigen. Das Panteão Nacional liegt in Alfama und zählt zu den architektonischen Highlights dieser geschichtsträchtigen Stadt. Wer seinen Fuß in das Pantheon setzt, bekommt optisch und akustisch Einiges geboten.

Eine Kirche, die keine war … (mehr …)

Can the Can Lisboa

Can the Can 7

Can the Can – in diesem stylishen Restaurant auf dem Praça do Comércio kommt zusammen, was auf den ersten Blick nicht zwingend zusammengehört: Konserven treffen auf Gourmet!

Praça do Comércio – Fixpunkt jeder Städtereise nach Lissabon …

… und Standort von Can the Can. In den ebenerdigen Räumlichkeiten der imposanten Verwaltungsgebäude, die den Praça do Comércio einrahmen, reiht sich eine Gaststätte an die nächste. Schaut man Richtung Tejo, so befindet sich das Restaurant Can the Can auf der linken Seite des Platzes. Und genau dort trieb es uns am ersten Tag unserer Lissabon Städtereise 2012 hin. „OLAAAAAA!!!“ – dem Begrüßungs- bzw. Lockruf des lustigsten Kellners der Stadt – Francisco – folgend, nahmen wir Platz und sind seit diesem Tag regelmäßig dort. Vielen Reiseführen zufolge, sollte man zwar Restaurants meiden, in denen Passanten lauthals „angelockt“ werden, doch für Can the Can kann man da reinen Gewissens auch mal eine Ausnahme machen. Im Gegenteil – hier ist wirklich jeder bestens aufgehoben!

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Alfama nach dem Regen

Alfama nach dem RegenDas Lissaboner Viertel Alfama ist ein magisches Labyrinth mit verschlungenen Gassen und versteckten Höfen, in dem man die Orientierung verlieren und die Seele der Stadt finden kann. Man entdeckt winzige Lebensmittelläden, schön geflieste Häuser und gemütliche Tavernen, erfüllt von unbekümmerten Gesprächen. In der Luft liegt der Duft von gegrillten Sardinen und der schwermütige Rhythmus des Fado.

(Quelle: Lonely Planet Reiseführer Portugal)

So steht es im Reiseführer – der erste Satz entspricht ja noch der Realität: Man verliert wirklich sehr leicht die Orientierung hier in Alfama. Aber dann wird die Beschreibung schon etwas realitätsfremd … denn in der Luft liegt meistens nur der unwiderstehliche Duft von Frittiertem, Hundehaufen und öffentlichen Klos … und Fado hört man inzwischen in Alfama auch fast nur mehr, wenn Restaurantbesitzer versuchen, Touristen anzulocken. (mehr …)