Wir befinden uns im Jahre 2019 n. Chr. Ganz Lissabon ist von Touristenscharen aus aller Herren Länder besetzt … Ganz Lissabon? Nein! Ein von unbeugsamen Lisboetas geführtes kleines Restaurant – in einer unglaublich malerischen Gasse unweit des Cais do Sodré – wurde noch nicht vollends erobert und bietet eine wundervoll einladende und authentische Insel der Gastfreundlichkeit im ständig wachsenden Dschungel von Souvenir-Shops und Touristenfallen.

Das „A Obra“ ist Restaurant, Bar und noch so vieles mehr. Unglaublich stylish und dennoch ziemlich „down to earth“ – Hier sitzt man gemeinsam an langen Tischen, isst und trinkt, unterhält sich und fühlt sich einfach willkommen und wohl.

Wir waren an einem Sonntag dort, und es gab ein „Jantar Indiano“, also ein indisches Abendessen. Rita Rosado & Miguel Rodrigues von Raiz de Sol hatten für diesen Tag die Küche übernommen und ein kleines aber sehr feines Menü kreiert, das man für 9 Euro pro Person genießen durfte. Es gab Zwiebel-Pakoras mit einer würzigen Yoghurt-Sauce, eine deftige Linsensuppe und ein wundervolles Hähnchen-Curry – und das alles in wirklich großzügigen Portionen. Man durfte sogar mit dem leeren Teller zurück in die Küche für einen ordentlichen Nachschlag.

Und obwohl das Restaurant echt klein ist, gab es noch Platz für zwei erstklassige Musiker, die diesem Abend mit ihren Gitarren live und in Farbe noch mal das Sahnehäubchen aufgesetzt haben.

Schnell durften wir rausfinden, dass während das „A Obra“ unter der Woche als einfaches Restaurant und Tapas Bar arbeitet, gibt es hier sonntags im Rahmen von „Music, Food and Poetry“ immer was ganz Besonderes zu erleben. Man darf sich also gerne überraschen lassen! Auf der Facebook-Seite könnt ihr euch informieren, was wann läuft.

Noch ein echter Geheimtipp – wir waren bestimmt nicht zum letzten Mal da!

PS: Das Restaurant ist nicht ganz so einfach zu finden – was es aber umso besonderer macht …

Rua da Silva, n. 21 , Santos
Lisbon, Portugal 1200-446

Photo credit: ALL photos by „A Obra“ – Muito obrigado!