Bacalhôa Buddha Eden Garden

Buddha Eden Garden (6)

Mag Lissabon noch so schön sein – ein Trip ins portugiesische Hinterland ist etwas Sagenhaftes! Letztes Wochenende trieb es uns mit zwei Freunden nach Cadaval. Neben einem Besuch im Buddha Eden Garden besichtigten wir die historische Stadt Obidos, ließen uns Wein und ländliche Kost schmecken und entspannten uns in einem der schönsten Hotels der Gegend.

Mit dem Zug nach Bombarral …

… so der Name der Stadt, die uns unserem eigentlichem Ziel am nächsten brachte. Vom Bahnhof „Apolonia Station“ in Alfama fährt in regelmäßigen Abständen ein Regionalzug bis nach Caldas da Rainha. Wer allerding einen Zug im Sinne von einer Lock und mehreren Wagons erwartet, wird umgehend ernüchtert. Eine wahrscheinlich einstmals grüne Diesellock (unter den knalligen Graffitis war die Originalfarbe nur ansatzweise erkennbar) die zugleich auch als Wagon dient, war unser Fortbewegungsmittel. Nach anfänglicher Skepsis sind wir eingestiegen und genossen eine fast zweistündige Fahrt. Vollkörpermassage auf Grund des doch sehr präsenten Dieselmotors gab es zum wirklich sehenswerten Landschaftsbild dazu. Die Haltestelle in Bombarral hat sich wunderbar dem Erscheinungsbild der Lock angepasst – nicht so bunt aber dafür sehr … nun … unspektakulär. Ein Schaffner, der anscheinend dem in die Jahre gekommenen Gebäude eher als Stütze diente; statt durch das Gebäude die Straße zu erreichen, ging es durch ein kleines Gartentor. Draußen noch ein Kiosk, um den wir einen Bogen machten. Ein paar Autos … wenige Menschen. Das war’s.

Unser Plan, gleich vom Bahnhof mit dem Taxi zum Hotel zu fahren, geriet abrupt in Stocken. Zum Glück fanden wir ein paar Straßen weiter die Busstation und konnten uns von dort aus im Lotterieladen ein Taxi rufen lassen … alles war gut.

Das Hotel „Art Villa“ in Cadaval

Mit unserer Hotelauswahl haben wir einen echten Glückstreffer gelandet. Nach einer circa 10-mintütigen Fahrt durch eine von Weinbergen, Windmühlen und kleinen Dörfern gespickte Landschaft kamen wir in dem kleinen Boutique Hotel Artvilla in dem Dörfchen „Villa Nova“ an. Der Empfang von Catarina war sehr herzlich, die Villa mit ihrem Haupthaus, den drei Apartments und dem Innenhof ein wunderschön gestaltetes Sammelsurium voller Hingucker. Der kleine Pool (eher ein größeres Becken) lädt zum Chillen ein. Die Zimmer sind sehr geschmackvoll eingerichtet und wirklich gemütlich. Am ersten Abend bestellten wir im Hotel Abendessen: Kotelette und Filet vom Schwein mit Kartoffeln – typisch portugiesisch und sehr lecker. Kurz: Die Art Villa ist ein echtes Schmuckstück und zu 100 % empfehlenswert!

artvilla 2 artvilla 3

Für alle, die nicht mit dem eigenen Auto anreisen, ist es ratsam, sich schon vor der Anreise mit dem Hotel kurzzuschließen und einen Transfer vom Bus- oder Bahnhof zu arrangieren. Auch Touren zu den umliegenden Highlights werden angeboten. Zudem gibt es einen Fahrradverleih und man hat die Möglichkeit, über das Hotel Pferdetouren durch die sehr schöne Landschaft zu buchen.

Bacalhôa Buddha Eden

Unser Samstag stand ganz im Zeichen des Sightseeings. Am Morgen fuhren wir zunächst in den Park „Bacalhôa Buddha Eden“ in der Nähe von Bombarral. Sagenhaft! Der millionenschwere Besitzer des Weinguts Bacalhôa ist begeisterter Kunstsammler und erschuf hier einen gigantischen Park, in dem Buddha- und Hindustatuen aller Formen und Größen zu bewundern sind. Zudem ist ein Teil des Parks auch Skulpturen der moderneren Kunst gewidmet. Um den ganzen Park zu Fuß zu erkunden, benötigten wir circa zwei Stunden. Zum Abschluss kann man natürlich die sehr leckeren Weine von Bacalhôa kaufen, die hier – im Vergleich zum Weinhändler – um Einiges günstiger sind.

Tipp: Am besten man plant den Besuch am Morgen, da es gegen Mittag ziemlich voll wird. Pro Person kostet der Eintritt 2,50 Euro.

Buddha Eden Garden (7)

Obidos – eine Reise ins Mittelalter

Die Stadt Obidos liegt ebenfalls im Umkreis des Hotels (ca. 30 Minuten mit dem Auto) und ist durchaus einen Besuch wert. Die alte Burg thront über dem historischen Ort; die alte Stadtmauer umringt die Altstadt. Alles im Obidos ist auf das mittelalterliche Flair ausgerichtet. Und somit logischerweise auf die Touristenschwärme, die sich durch die engen Gassen schieben. Eben aus diesem Grund nahmen wir uns kaum Zeit, die Stadt zu erkunden. Wir machten uns direkt auf die Suche nach einem Ort, an dem wir etwas essen und das ein oder andere Bierchen genießen konnten. Fündig wurden wir im Gartenlokal des hiesigen Museum („Obidos Lounge“) – eine echte Ruheoase inmitten des touristischen Treibens.

Gut … der Fairness halber: Als wir dort waren fand das alljährliche „Mittelalter Festival“ statt mit Umzügen, Märkten und allem, was so dazugehört. Daher wohl auch der riesige Ansturm von Besuchern. Fest steht, dass uns das kleine Städtchen dennoch irgendwie verzaubert hat. Unser nächster Besuch in Obidos findet demnach eher im Winter statt, um alles ganz in Ruhe erkunden zu können.

Obidos (2)

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