Figaros Barber Shop Lisboa

Figaros Barber Shop Lissabon (6)

Kunst am Haar – am Männerhaar!

Ich habe noch nie im Leben so lange auf einen Haarschnitt gewartet. Ich hab auch noch nie im Leben so viel für einen Haarschnitt ausgegeben. Und damit nicht genug! Meinen Bart in Form zu bringen und eine Nassrasur hat gleich nochmal so viel gekostet! Egal. Es war mit Abstand die geilste Erfahrung, die ich je in einem Frisörladen gemacht habe …

Frauen müssen draußen bleiben!

Ich habe mich schon recht früh auf den Weg ins Chiado gemacht – dem Heimatort des Herrensalons „Figaros“. Früh heißt, dass ich circa um 13.30 im sehr urig eingerichteten Laden Platz genommen habe. (Das Schild am Eingang mit den drei Bildchen, die klar definieren, wer hier willkommen ist und wer nicht, fand ich schon mal ziemlich lustig). Reservierungen gibt es hier nicht – wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Vor mir waren bereits vier Herren in der Warteschlaufe, und als ich dabei zusah, wie der Kollege vor mir in minutiöser Feinarbeit die Haare gestylt bekam, wurde mir klar, dass dies ein recht langes Unterfangen wird. Das Warten zog sich dann tatsächlich ganz locker über zwei Stunden in die Länge, war aber auch voll OK. Man bekommt in regelmäßigen Abständen eine Pulle Bier in die Hand gedrückt, die Stimmung wird immer lockerer und es macht echt Spaß, den Meistern bei der Arbeit zuzusehen. Tattoo Zeitschriften waren auch zu finden … also alles OK.

Salvadore – ein Meister seiner Zunft.

Ich hatte die Ehre, bei Salvadore aka „Sal“ in dem stylish alten Frisörstuhl aus den 50igern Platz nehmen zu dürfen. Der Stuhl passt im Übrigen zu den Frisuren, die hier ausschließlich gemacht werden: Classic Cuts aus den 20iger bis in die 50iger Jahre. Wie lange Salvadore letztendlich benötigte, um meine Mähne in eine wirklich coole (und bombenfeste) Frisur zu verwandeln, kann ich nur schätzen. Es war auf alle Fälle ein sehr relaxtes Happening. Meisterhaft geführte Schermaschinen, Föhn ganz locker im Anschlag und der lässige Scherenschwung, der der Geschwindigkeit von schlagenden Kolibri-Flügeln in nichts nachsteht, waren allein akustisch schon beeindruckend. Nach gefühlten 45-60 Minuten kam dann die Gesichtsbehaarung dran. Erst trimmen, dann ölen. Ein heißes Handtuch entspannt die Haut, die Nassrasur mit der klassischen Klinge hatte etwas Mafiöses. Dann Aftershave und wieder wurde en Handtuch über das Gesicht gelegt – diesmal eiskalt! Weitere geschätzte 45 Minuten später stand ich dann glücklich und sehr zufrieden Salvadore gegenüber. Zum Abschluss stießen wir beide mit einem guten Gläschen Whiskey auf sein Können und auf meine neue Frisur an.

Nach der Frisur ist vor der Kasse …

… so. Ich habe mir zu der Frisur und der Rasur noch drei ziemlich teure (aber super gute!) Pflegeprodukte gekauft, die mit satten 55 Euro zu Buche schlugen. Für Haarschnitt und Bart habe ich nochmal 45 Euro berappt. Einzeln kostet dies jeweils 25 Euro. Ja. Das ist teuer, aber ganz ehrlich jeden Cent wert. Die Jungs im Figaros sind alle wahre Meister ihres Fachs. Wenn man mal auf dem Stuhl sitzt, spielt auch die Zeit keine Rolle, sondern allein das Aussehen. Sicherlich ist eine Styling-Session im Figaros nicht etwas für jede Woche, aber ich werde dort ganz bestimmt noch öfters anzutreffen sein. Wichtig! Kreditkarten werden (noch) nicht angenommen – also vorher dem Bankomaten einen Besuch abstatten!

Ach ja … geht auch mal kurz aufs Klo … es lohnt sich.

Alle Bilder stammen von Figaros Barbershop Lisboa!

Info:

Website

facebook

Adresse: Rua do Alecrim 39, 1200-014 Lisboa

7 Kommentare

  1. Hallo Ihr Beiden,

    die Beschreibung wirkt wie in einem alten Filmklassiker! Na mit einer Pulle Bier in der Hand und einer solchen Rundumverwöhnung muss sich Mann doch klasse fühlen. Guter Tipp für die Frauen bei einem Lissabon-Besuch, schickt die Männer zum Friseur, dann habt ihr Zeit zum Shoppen und Eure Männer sind auch noch froh und dankbar!

    Meine besser Hälfte war mal in der Türkei beim Friseur. Da durfte ich zuschauen. Hier gab es neben dem Haareschneiden und Stylen eine Gesichtshaarentfernung mit einem Faden. Faszinierend.

    Liebe Grüße nach Lissabon

    1. Danke! Ich persönlich finde das OK, dass wir Frauen auch mal irgendwo nicht rein dürfen – Dennoch hat man uns erzählt, dass im Figaros wohl aus Protest weibliche Randalierer die Scheiben eingeschlagen haben.

  2. Moin Hase, hatte es gestern mit meiner Frisörin darüber und ihr mal den Film plus die Url deines Blog Beitrags hier. Bin voller Vorfreude und gespannt auf unseren Barbierbesuch. Just a couple of weeks. ;-).LG Mattes

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