Die weiße Stadt Lissabon

Die weiße Stadt Lissabon

Die am Tejo liegende Stadt Lissabon hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der beliebtesten Städtereiseziele innerhalb Europas entwickelt, das bestätigt nicht zuletzt der an sie verliehene World Travel Award 2013.

Das alte Lissabon: Belém, Alfama, Mouraria und Bairro Alto

UNESCO-Welterbe in Belém

Dabei blickt Lissabon auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Eine tiefe Zäsur stellt dabei das Jahr 1755 dar, in dem ein verheerendes Erdbeben nahezu die ganze Stadt zerstörte und den Glanz der einstigen Seefahrernation für immer begrub. Nur wenige Bauwerke haben die Naturkatastrophe überstanden; zwei davon stehen seit 1983 auf der Liste der UNESCO-Welterbestätten. Das sind zum einen das Hieronymuskloster und zum anderen der Turm von Belém.

Alfama – Der Stadtkern Lissabons

Sehenswerte Architekturdenkmäler bestaunen Besucher weiterhin in den Vierteln Bairro Alto, Mouraria und Alfama, die von der Zerstörung durch das Erdbeben weitestgehend verschont blieben. Der Stadtteil Alfama gilt dabei als der ursprüngliche, unversehrt gebliebene Kern von Lissabon, in dem Neugierige auch heute noch durch das verwinkelte Gassenlabyrinth spazieren und das quirlige Leben in sich aufsaugen können – und das bis tief in die Nacht, wenn sie in einem der zahlreichen Lokale dem traditionellen Fadogesängen lauschen, welche wiederum zum immateriellen UNESCO-Welterbe gehören.

Tagsüber zieht es die Besucher derweil zu den Sehenswürdigkeiten von Alfama, wie der von den Mauren im 10. Jahrhundert erbauten Burgruine Castelo de São Jorge, der Catedral Sé Patriarcal, welche im 12. Jahrhundert erbaut wurde und damit die älteste Kirche Lissabons ist, der im romanisch-manuelinischen Stil erbauten Klosteranlage São Vicente de Fora, der Barockkirche Igreja de Santa Engrácia aus dem 17. Jahrhundert oder zum Museu de Artes Decorativas. Herrliche Aussichten über die gesamte Stadt können Sie im Übrigen von den zahlreichen Miradouros genießen. Keinesfalls entgehen lassen sollte man sich außerdem eine Fahrt mit den Bahnlinien 12E und 28E, die sich durch die engen Gassen winden und so manche atemberaubende Steigung meistern.

Das Maurenviertel Mouraria und das Szeneviertel Bairro Alto

Ebenfalls von der Zerstörung verschont blieb die Mouraria, das Maurenviertel von Lissabon. Es gilt als die Wiege des Fado und erstreckt sich auf der anderen Seite des Castelo de São Jorge im Bezirk Socorro. Das alte Viertel wurde lange Zeit von den Mauren bewohnt, ehe diese an den Stadtrand verdrängt wurden. Heute wird das Viertel teilweise restauriert.

Die Oberstadt von Lissabon, die Bairro Alto, gehört der Jugend und gilt als das angesagte Ausgehviertel, in dem sich die Restaurants, Tascas, Bars und Clubs aneinander reihen und zum Feiern mit Freunden einladen. Darüber hinaus trumpft das multikulturelle Bairro Alto mit zahlreichen Boutiquen und Modeläden auf, die denen in Berlin, Barcelona oder Kopenhagen in Nichts nachstehen. Architektonisch ist das Viertel ebenfalls von schmalen Gassen und teils farbenfroh bemalten Häusern geprägt, wie es auch für die Alfama typisch ist.

Das neue Lissabon: Wiederaufbau nach 1755 und moderne Architektur

Die Pracht der Baixa Pombalina

In den übrigen Stadtteilen Lissabons bestimmen Bauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert, also aus der Zeit des Wiederaufbaus, das heutige Stadtbild von Lissabon. Aufgrund der klammen Staatskassen sind leider viele dieser architektonischen Juwelen dem Verfall preisgegeben, weswegen in Lissabon stets ein melancholischer Charme zu spüren ist.

Die einzigartige Pracht Lissabons ist im Viertel Baixa Pombalina am deutlichsten zu spüren. Nach dem verheerenden Erdbeben wurde das Viertel von Grund auf neu gestaltet, indem sich die Stadtplaner u.a. ein streng geometrisches Straßennetz als Grundlage wählten, statt sich an den geografischen Gegebenheiten zu orientieren. Sehenswert sind etwa die Plätze Praça da Figueira, Terreiro do Paço, Praça do Rossio und Praça do Comércio mit dem Triumpfbogen Arco da Rua Augusta, die Rua Augusta mit dem Gebäude der Banco Nacional Ultramarino, in dem heute das Design- und Modemuseum MUDE untergebracht ist, sowie die Apotheke Farmácia Normal in der Rua da Prata mit ihrem Interieur aus dem 19. Jahrhundert. Wunderbar Flanieren lässt es sich in der Avenida da Liberdade, in der sich internationale Modeboutiquen und vielfältige Geschäfte befinden und die direkt zum Ufer des Tejo führt.

Moderne Architektur im Parque das Nações

Am Tejoufer erstreckt sich mit dem Parque das Nações das ehemalige Gelände der Expo 98, welches heute eine eigene Gemeinde bildet und zahlreiche Bauten für kulturelle und sportliche Veranstaltungen bietet. Im Parque das Nações konnten moderne Architekturbauten realisiert werden, die in einem lebendigen Kontrast zum historischen Zentrum Lissabons stehen. Aus dem Ensemble stechen insbesondere der filigrane Vasco-da-Gama-Turm, die Seilbahn, der portugiesische Pavillon, der futuristische Bahnhof Lissabon-Oriente sowie das Ozeanarium hervor.

Angebote für Lissabon Städtereisen, Flüge und Hotels bietet das Reiseportal Urlaubsreise24.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s