Alfama Lissabon

Die Alfama ist wohl der Stadtteil in Lissabon, der täglich die meisten Touristen anzieht. Das verwirrende Straßenlabyrinth beherbergt eine ganz eigene Welt; fast scheint es so, als seien die Uhren hier stehen geblieben. Lonely Planet Portugal spricht sogar von einer „maurischen Zeitkapsel“: ein Viertel mit unzähligen verwinkelten Gassen, von Palmen beschatteten Plätzen und schmalen, mit Fliesen gedeckten Häusern, die bis hinunter an den glitzernden Tejo reichen.

Wer die Alfama erkunden – und sich dort im wahrsten Sinne des Wortes – wunderbar verlaufen möchte, sollte sich an diese gut gemeinten Ratschläge halten, damit der Stadtbummel durch Lissabons ältestes Stadtviertel zum wahren Genuss wird.

  • Man sollte in Alfama keine hochhackigen Schuhe tragen!

Damit sind jetzt nicht nur High Heels oder gar Stilettos gemeint – Nein, für einen Spaziergang durch die Alfama ist festes Schuhwerk ein Muss. Das ist nicht nur angenehmer, sondern verhindert auch Verletzungen. Die grob gepflasterten Gassen sind löchrig und uneben: Vor allem wenn es regnet, werden die Pflastersteine spiegelglatt. Dann wird der Ausflug schnell zur unangenehmen Rutschpartie!

  • Bitte stellen Sie sich in Alfama nicht vor eine fahrende Straßenbahn!

Das klingt jetzt plausibel – scheint es aber nicht zu sein. Man sieht es jeden Tag: Was einige Besucher für den perfekten Schnappschuss der berühmten Straßenbahn 28 alles riskieren, das grenzt schon an Fahrlässigkeit. Nicht nur kommt der Verkehr so andauernd ins Stocken, weil die Straßenbahn ständig abbremsen muss, sondern es ist wirklich gefährlich, sich vor eine fahrende Straßenbahn zu stellen, die mit einem Affenzahn auf einer engen Gasse den Hügel runter rast. Ehrenwort! Also lieber von der Straßenseite aus das perfekte Urlaubsbild schießen.

  • Nicht alles, was sich Fado nennt, ist auch Fado!

Vor fast jedem Restaurant in Alfama steht ein Schild (oft in mehreren Sprachen): Heute Fado! Wer meint, er müsse jetzt sofort einen Tisch in diesem Lokal bestellen, um nicht die einmalige Gelegenheit auf ein typisches Fado-Konzert in Lissabon zu verpassen, der sei beruhigt: Nicht überall, wo Fado drauf steht, ist auch Fado drin. In vielen Orten muss einfach nur die Oma herhalten, um den Touristen ein paar Noten vorzusingen, die sich dann auf der Rechnung mit einem saftigen Aufschlag bemerkbar machen. Also lieber vorher recherchieren, dann kann man einen richtigen Fado-Abend in Alfama genießen. Eine geführte, dreistündige Fado-Tour mit tatsächlichen Fadistas ist sicherlich eine tolle Art, mit Portugals musikalischer Seele auf Tuchfühlung zu gehen …

  • Geben Sie Taschendieben keine Chance!

Lassen Sie für einen Bummel durch Alfama Handtaschen und Rucksäcke im Hotel oder im Ferienappartment – es lohnt sich! Das verwirrende Labyrinth an Straßen und Gassen in Alfama ist ein wahres Paradies für Taschendiebe. Vor allem beim Ein- oder Aussteigen aus der Straßenbahn kommt es immer wieder zu unerfreulichen Zwischenfällen. Im allgemeinen Gedränge bemerken Touristen immer erst viel zu spät, dass sie um den einen oder anderen Gegenstand „erleichtert“ wurden. Also: Einfach etwas Bargeld mitnehmen, Kamera IMMER um den Hals und vorne auf der Brust tragen, dann kann nicht viel schief gehen. Wenn es ohne Handtasche gar nicht geht: Wählen Sie eine Umhängetasche mit Reißverschluss – geschlossene Klappe immer nach innen tragen!

Viel Spaß in Alfama!

Im Fettnäppfchenführer Portugal findet Ihr noch viele weitere Fettnäpfchen, die man in besser vermeiden sollte!

Wir freuen uns immer über weitere Anregungen, Ideen und Ratschläge!

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